Medienpädagogische Prävention Ulm
Der Antrag im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Umstrukturierungen im Landesmedienzentrum sollen auch Folgen für die Kreismedienzentren im Land und somit auch in Ulm und dadurch auch für die medienpädagogische Prävention in unserer Stadt haben. Strukturen sollen verändert werden, was auf die Möglichkeiten der Ausleihe von Medien und Geräten für medienpädagogische Projekte sowie auf gezielte Angebote der medienpädagogischen Prävention an Schulen Auswirkungen haben wird.
Deshalb beantragen wir, im zuständigen Fachbereichsausschuss Bildung und Soziales zu berichten, wie die Stadt Ulm plant, diese Umstrukturierungen aufzufangen, damit die medienpädagogische Prävention und die Entwicklung von Medienkompetenz von jungen Menschen weiterhin gewährleistet werden.
Eine zu hohe Nutzung der sozialen Netzwerke über Smartphones kann Folgen wie Depression, Erschöpfung, mangelndes Selbstwertgefühl und Suchtverhalten von jungen Menschen haben.
Umgekehrt kann eine Reduzierung der Nutzungszeiten, wie von einer von Prof. Jörg Fegert durchgeführten Studie und kürzlich in der Südwest Presse berichtet, eine Verbesserung von Schlafproblemen, Ängsten und depressiven Symptomen bewirken.
Besonders problematisch ist, dass soziale Netzwerke darauf ausgelegt sind, Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange auf ihren Plattformen zu halten. Wer sich über längere Zeit in einem algorithmisch gesteuerten Informationsraum bewegt, läuft Gefahr, in einer Filterblase gefangen zu sein, aus der es zunehmend schwer wird, andere Sichtweisen wahrzunehmen und sich bewusst daraus zu lösen.
Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass präventive medienpädagogische Angebote zur Entwicklung von Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern, aber auch die Information der Eltern, z. B. über Veranstaltungen, erhalten bleiben, ja sogar eher ausgebaut werden.
Mit freundlichen Grüßen
Im Namen der gesamten CDU/UfA-Fraktion