CDU-Fraktion Ulm

Rede von Dr. Karin Graf zur Weiterentwicklung der Vorschulischen Kinderbetreuung vom 11.10.2017

Hier kommen Sie zur Rede von Stadträtin Dr. Karin Graf zum TOP 4 Weiterentwicklung Vorschulische Kinderbetreuung aus der Sitzung des Ulmer Gemeinderates vom 11.10.2017.
Für die CDU-Fraktion ist ein gutes Betreuungsangebot in Ulm im vorschulischen Bereich, das Eltern die Wahl zwischen mehreren Optionen offen lässt, unerlässlich und von besonderer Wichtigkeit. Dies sieht auch der Gesetzgeber so, der vor einigen Jahren für Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz oder eine Betreuung durch eine Tagesmutter formuliert hat.

Diesen Anspruch und den damit einhergehenden Bedarf hat die Stadt Ulm bereits mit einer ersten Ausbauoffensive für Unter-3-Jährige versucht zu decken. Die Bedarfe haben sich jedoch weiter entwickelt, die mittelfristige Kitabedarfsplanung für 2017-2022, die jetzt vorgelegt wurde, zeigt, was die Eltern und auch wir schon in 2016 formuliert haben: es fehlen Kitaplätze im U3 und im Ü3 Bereich im gesamten Stadtgebiet, 33,5 Gruppen, vor allem in Wiblingen, in der Weststadt und in Böfingen (ich verweise auf unsere Anträge).

Deshalb begrüßt die CDU-Fraktion sehr, dass die Verwaltung nun ein ambitioniertes Ausbauprogramm vorgelegt hat. Wir halten es auch für außerordentlich sinnvoll, den Tagesmütterverein weiter intensiv einzubinden und dessen Arbeit durch die neuen Fördervereinbarungen zu erleichtern und damit auch eine Wertschätzung seitens der Stadt für den Beitrag zur Kinderbetreuung auszudrücken, der vom Verein geleistet wird.

Wir werden für die Ausbauoffensive 2 viel Geld in die Hand nehmen, sind aber überzeugt, dass wir hier an der richtigen Stelle investieren. Kitas sind als erste Bildungseinrichtungen ein wichtiger Baustein der Stadtgesellschaft.

Die CDU ist daher auch der Meinung, dass wir in diesen ersten Bildungseinrichtungen, in denen auch die Eltern noch präsent sind, noch viel mehr Angebote in die Gesellschaft hinein machen können. Die weitere Entwicklung hin zu Familienzentren halten wir hier für zielführend und sollte mitgedacht werden. Kitas als Treffpunkte im Quartier zu entwickeln könnte u.E. zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen.

Wir stehen daher voll und ganz hinter den Anträgen 1-4 zur Weiterentwicklung der vorschulischen Kinderbetreuung, wie von der Verwaltung vorgelegt, verbunden mit einem herzlichen Dank für die gute Arbeit.