CDU-Fraktion Ulm

Masterplan: Wissenschaftsstadt II in Ulm

Antrag der CDU-Fraktion

25 Jahre nach dem Startschuss für die Wissenschaftsstadt in Ulm ist die Zeit reif, das Erreichte zu bündeln und den Startschuss für die Wissenschaftsstadt II zu geben.
„ Unser Ziel muss es sein die in der Wissenschaftsstadt angesiedelten Spitzentechnologien in der Automobilindustrie und Energiespeicherung in einem Zukunftskonzept zu bündeln.“

1.
Die Voraussetzungen hierfür sind optimal, nachdem neben dem Daimler Forschungszentrum, auch BMW, AUDI und CONTI Forschungsabteilungen auf dem Oberen Eselsberg gegründet haben. Zusammen mit dem Zentrum für Wasserstoffforschung (ZSWU), der Brennstoffzellenmanufaktur (WBZU), dem Helmholtz-Zentrum für Batterieforschung und dem Forschungsverbund Europäischen Lithium-Batterie der Universitäten und Hochschule Ulm ist hier eine Forschungslandschaft entstanden, die das Potential hat, das Automobil des 21. Jahrhundert und damit den PKW der Energiewende zu entwickeln.

Dieser Quantensprung  muss unserer Ansicht nach nun auf Landes- und  Bundesebene gesehen werden! „25 Jahre nach Gründung der Wissenschaftsstadt ist die Zeit im Oberen Donautal reif,  der Brennstoffzelle Deutschlands im neuen „Danube valley“ einen regionalen Rahmen zu geben“. 
Wir  verweisen auf unseren mündlichen Antrag im Gemeinderat vom 17.10.2012 und bitten die Verwaltung unter Beteiligung der Entscheidungsträger in Wissen-schaft und Politik, hierzu einen Masterplan abzustimmen und im Gemeinderat zur Abstimmung zu stellen. 

2.
Der Masterplan sollte auch die Fragen nach der Ausbildung und Weiterentwicklung der benötigten (hoch-) qualifizierten Fachkräfte aufgreifen. 
Unsere Bildungsregion hat ein vitales Interesse daran, die benötigten Fachkräfte aus der Region zu rekrutieren. Nach Meinung der CDU Fraktion sollte auch die zentrale Frage der  Fachkräftebedarfsdeckung  eine Aufgabe des neu zu besetzenden Bildungsbüros werden.

Die IHK erwartet, dass in der Region in den nächsten Jahren im Durchschnitt jedes Jahr 11.000 Stellen nicht besetzt werden können. Dazu zählen Stellen für Ingenieure und Techniker. Auch die Pflege- und Erziehungsberufe und das Hotel- und Gaststättengewerbe benötigen dringend Blutauffrischung an Fachkräften.

3.
Weiteren Handlungsbedarf, um die gute wirtschaftliche Ausgangsposition in der Region Ulm/Oberschwaben auszubauen und dauerhaft zu verfestigen, zeigt die Standortumfrage der IHK Ulm auf. 

Verbesserungsmöglichkeiten haben wir in Ulm demnach, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder, ausreichend Gewerbeimmobilien und verfügbaren  Wohnraum für jeden Geldbeutel sowie ausreichende Parkmöglichkeiten in der Innenstadt und bezahlbare Energiepreise angeht.

Wir regen an die Weiterentwicklung und Optimierung  des Standortes unter Einbeziehung der oben aufgerufenen Punkte im Rahmen einer Klausursitzung des Gemeinderates in einen Maßnahmenplan zu fassen.