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20.02.2018, 16:12 Uhr | Bertram Holz

Dynamische Entwicklungen am Eselsberg

Zahlreiche Baustellen am Eselsberg zeugen von einer dynamischen und nachhaltigen Entwicklung des Eselsberg, so der Bau der Straßenbahntrasse im Mähringer Weg, die Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburgkaserne wie der Ausbau der Fernwärmeversorgung im Bereich des Weinbergwegs. Die vielen gleichzeitigen Bautätigkeiten stellen die Bürger/innen vor große Herausforderungen und sorgen verständlicherweise mitunter für Verdruss, vor allem in Stoßzeiten.

Umso erfreulicher ist es, dass die erste Probefahrt für die Straßenbahn Mitte des Jahres erfolgt und diese zum Jahresende voraussichtlich voll in Betrieb sein wird. Wesentlich und nachhaltig verändern wird sich der Eselsberg durch das künftige neue Wohngebiet „Am Weinberg“, wo in den kommenden Jahren etwa 900 Wohnungen für ca. 2.000 Menschen geschaffen werden. Hier bietet sich die große Chance für ein attraktives und lebendiges Stadteilquartier, mit dem sich die Eselsberger identifizieren und in dem sich die künftigen Bewohner wohlfühlen. Ausdrücklich lobenswert ist, dass sich die Bürgerschaft und die zahlreichen Organisationen und Einrichtungen wie zum Beispiel die am Eselsberg sehr aktive Regionale Planungsgruppe (RPG) in verschiedenen workshops und Gesprächen mit Ideen und Vorschlägen intensiv einbringen können. Da geht es um die Gestaltung der Frei- und Grünflächen oder darum, welche Einrichtungen und Geschäfte erforderlich und wünschenswert sind. Was die bauliche Gestaltung anbelangt, sollte meiner festen Überzeugung nach im Übrigen zwingend die Geschosshöhe entsprechend dem vom Preisgericht so hoch gelobten ersten Siegerentwurf eingehalten wird, das heißt, es sollte bei den ursprünglich geplanten 4 Geschossen plus Staffelgeschoss verbleiben und nicht, wie von der Bauverwaltung mittlerweile vorgesehen ist, um ein weiteres Geschoss erhöht werden. Bei allem Druck und aller Notwendigkeit, neuen Wohnraum zu schaffen, verlöre das Wohngebiet an Attraktivität und Wohnqualität. Die Geschosshöhen sollte sich an den verbleibenden Mannschaftsgebäuden, den Häusern entlang des Weinbergwegs, des Mähringer Wegs oder auch an den schönen neuen Geschossbauten im Bleicher Hag orientieren und sich harmonisch in den Eselsberg einfügen. Wir wollen am Eselsberg ja, keine enge und „schluchtige“ Bauweise, sondern eine angenehme offene Wohn- und Lebensatmosphäre schaffen.

Im Fokus der künftigen städtebaulichen Entwicklung am Eselsberg steht auch die Ladenzeile Stifterweg. Diese ist in die Jahre gekommen, muss dringend ansprechend gestaltet und belebt werden. Ein kleiner schöner Vorbote in diesem Sinne darf durchaus das Aufstellen eines beleuchteten Weihnachtsbaumes während der jüngsten Weihnachtszeit verstanden werden. Derzeit laufen auch intensive Vorbereitungen für einen Wochenmarkt in der Ladenzeile. Voraussichtlich ab Frühjahr dieses Jahres dürfen sich die „Eselsberger“ am Donnerstagnachmittag auf einen eigenen Wochenmarkt freuen. Ich denke, es darf darauf vertraut werden, dass die Einwohner am Eselsberg dieses Angebot gut annehmen und der Markt dauerhaft Bestand hält.

Belastend ist seit Jahren die Parksituation am gesamten Eselsberg, weswegen ein vernünftiges Parkraum- und Stellplatzkonzept zu überlegen ist. Um diese prekäre Situation nicht noch weiter zu verschärfen, müssen im neuen Stadtquartier „Am Weinberg“ auch ausreichend Stellplätze zur Verfügung gestellt werden. Bedauernswerterweise musste die Beringer Brücke aus Sicherheitsgründen nachvollziehbar für den gesamten Autoverkehr geschlossen werden. Aus Kostengründen (20 – 30 Millionen Euro) kann derzeit weder eine umfangreiche Sanierung noch eine neue Ersatzbrücke in Betracht gezogen werden. Fakt ist jedoch, dass die Beringer Brücke eine wichtige Verkehrsachse zur Blaubeurer Straße und in die Weststadt darstellt und von vielen Verkehrsteilnehmern in Anspruch genommen wurde. Insbesondere auch im Hinblick auf die künftige Bebauung des „Moco-Geländes“ bleibt diese Verbindung unverzichtbar.

Im Hinblick auf die demographische Entwicklung sowie dem neuen Stadtquartier kommt dem VfB Ulm zunehmend eine maßgebliche Bedeutung zu. Zentral gelegen, an der Schnittstelle zwischen altem und neuen Eselsberg, der kurzen Entfernung zu Schulen, Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen sowie auch fußläufig zum neuen Stadtquartier steht der einzige Sportverein am Eselsberg mit in der Verantwortung, seine vielfältigen Sportangebote für die Bedürfnisse seiner Mitglieder sowie der Bürgerinnen und Bürger weiter auszubauen, etwa im Bereich Fitness und Gymnastik für Jung und Alt oder im Bereich Präventiv- und Gesundheitssport. Dazu muss in den kommenden Jahren eine moderne Infrastruktur geschaffen und zur Verfügung gestellt werden. Entsprechende intensive Planungen und Überlegungen zusammen mit der Stadtverwaltung laufen bereits seit geraumer Zeit.

Bei Fragen oder Informationsbedarf wenden Sie sich jederzeit gerne an Dr. Bertram Holz, Ihr CDU-Stadtrat am Eselsberg