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02.03.2012, 14:18 Uhr
CDU-Fraktion befürwortet das Projekt „Ulm – Internationale Stadt“

Die CDU Stadträte begrüßen das Konzept und werden die weiteren Planungen unterstützen und durch Vorschläge befördern. Der Gemeinderat hat eine Vielzahl von interessanten Vorschlägen und Handlungsempfehlungen sondiert, gewichtet und Beschlussvorlagen zugeführt. Jetzt geht es darum, die verabschiedeten Handlungsempfehlungen und Schwerpunktthemen auch umzusetzen und zu dem gewünschten Erfolg zu führen. Ziel ist, dass alle Menschen, die in Ulm wohnen, sich hier wohl fühlen und die Stadt als ihre Heimat ansehen.


Das Projekt „Ulm - Internationale Stadt“ wurde vom Gemeinderat am 27.1.2012 beschlossen. Mit Antrag der CDU-Fraktion vom Dezember 2010 haben wir angeregt, ein Konzept für alle Integrationsprojekte und –maßnahmen zu erstellen. Die Stadtverwaltung hat den Vorschlag aufgegriffen und um den Begriff der Internationalen Stadt erweitert. Hierdurch erschließen sich weitere Perspektiven und der Blick kann stärker als bisher auch auf Fachkräfte aus dem Ausland gerichtet werden, die nur ein paar Jahre in Ulm verbringen, aber Unterstützung gebrauchen können, um sich in Ulm besser zurecht zu finden. Startschuss für den Entwicklungsprozess war eine Klausursitzung des Internationalen Ausschusses, in der ein Leitbild und Handlungsfelder festgelegt worden sind.

Hierauf folgten zahlreiche Foren und Diskussionsrunden mit Partnern aus der Wirtschaft, der Universität, der Verwaltung, den Kirchen, den Migrantenvereinen  und den vielen Einrichtungen, die jetzt schon mit Integration zu tun haben.  Überdies hat die Stadtverwaltung eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Hieraus hat die Verwaltung die Handlungsfelder und Vorschläge identifiziert, wie Menschen mit internationalen Wurzeln, die neu zu uns kommen oder auch schon länger hier sind, unterstützt werden können und wie die Stadt somit dem Anspruch „Internationale Stadt“ gerecht werden kann.

 

Aus den 72 Handlungsempfehlungen wurden neun Schlüsselprojekte gebildet, die in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden sollen. Eine Zusammenfassung der Gemeinderatsdokumentation oder den Volltext der Unterlage können Sie selbst nachlesen im Bürgerinformationssystem.

 

Die CDU Fraktion begrüßt das Konzept, unterstützt die weiteren Planungen voll und ganz und will die Umsetzung der Maßnahmen intensiv begleiten.

 

Wir verfolgen jetzt einen weitergehenden Ansatz als bisher, wenn wir den Blick  sowohl auf Fachkräfte, Studierende und Touristen aus dem Ausland richten als auch auf die Menschen, die hier hergekommen sind, um längerfristig in Ulm eine zweite Heimat zu finden.

Daraus ergeben sich auch die beiden zu beantwortenden Hauptfragen:

"Was brauchen Zugezogene, um sich in Ulm zu recht zu finden und schnell heimisch zu fühlen?" und "Wie kann man diejenigen, die schon länger bei uns sind, unterstützen, insbesondere im Hinblick auf das Erlernen der deutschen Sprache?"

Mit Blick auf die Bürgerinnen und Bürger, die schon länger in Ulm leben, ist es der CDU-Fraktion ein großes Anliegen, Kindern mit internationalen Wurzeln, die in der zweiten, manche sogar in der dritten Generation hier leben und unsere Kindergärten und Schulen besuchen, dabei zu helfen, ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten und eine Ausbildung zu ergreifen, mit der sie ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können und so Deutschland mehr noch als ihre Heimat zu begreifen.

 

Deshalb unterstützt die CDU-Fraktion alle Vorschläge, die zur Förderung der Sprachfähigkeit und Bildung dienen, wie insbesondere die Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen, die Lernbegleitung für Kinder und Jugendliche und gezielte Sprachkurse für Erwachsene.

 

Für Menschen, die aus dem Ausland nach Ulm kommen, sind natürlich vor allem bei der Ankunft und zu Beginn mehrsprachige Hinweise im Internet sowie mehrsprachige Infobroschüren wichtig.

Die Überarbeitung des Willkommenspakets sowie spezielle Stadtführungen für Neuankömmlinge, um die wichtigsten Einrichtungen des Stadtlebens kennen zu lernen, sind ebenfalls hilfreich.

Auch die Etablierung eines interkulturellen Patendienstes ist sinnvoll, um Neubürgern mit internationalen Wurzeln das Einleben zu erleichtern. Er fördert zudem auch die ersten Kontakte zwischen Zugezogenen und Einheimischen.

 

Immer wieder hören wir, dass Menschen mit internationalen Wurzeln bei der Wohnungssuche Probleme haben.

Diesbezüglich fordert die CDU-Fraktion die Stadtverwaltung auf, einem einseitigen Zuzug von bestimmten Bevölkerungsgruppen in Stadtteilen entgegenzuwirken und eine gleichmäßige Verteilung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen auf das Stadtgebiet anzustreben.

 

Im Leitbild wird das Ziel formuliert, sich mit Offenheit und Respekt zu begegnen.

Gerade dieses Miteinander, das sich auch in der „Willkommenskultur“ innerhalb einer Stadt widerspiegelt, ist natürlich nicht zu verordnen.

Die CDU-Fraktion hat deshalb angeregt eine Öffentlichkeitskampagne mit Menschen aus Ulm zu starten, die die Vielfalt der Ulmer Bevölkerung abbildet und gerade auch Aspekte des sozialen Miteinanders wie Offenheit, Respekt und Freundlichkeit umfasst.

Um die Bürger auf unserem Weg zur Internationalen Stadt mitzunehmen, wird es wichtig sein, immer wieder Begegnungsmöglichkeiten zwischen Einheimischen und Zugewanderten zu schaffen.

Dazu können Runde Tische, Straßen und Stadtteilfeste, Tandem- oder Mentorenmodelle sowie jede Art der Begegnung dienen.

 

Auch gezielte Treffen von Jugendlichen mit Flüchtlings- oder Migrantengruppen können sinnvoll sein.

Bei einem Projekt in Aalen werden z.B. Schüler im Rahmen eines Sozialpraktikums mit Flüchtlingsfamilien in Kontakt gebracht. Über sechs Wochen hinweg finden Treffen statt, die Schüler bekommen Informationen zur Situation der Flüchtlinge, spielen mit deren Kindern und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Sicherlich gibt es auch in Ulm Schulen, die im Rahmen von Sozialpraktika an solchen Kooperationen interessiert sind.

 

Ein Wettbewerb an Schulen „Internationale Stadt Ulm - Was bedeutet das für uns?“ könnte mithelfen, dieses Vorhaben auch Kindern und Jugendlichen näher zu bringen.

 

Um die Bürgerinnen und Bürger für das Projekt "Ulm - eine Internationale Stadt" zu gewinnen, müssen wir aufzeigen, wie und wo sich die Bürgerinnen und Bürger sinnvoll in die Umsetzung der Maßnahmen einbringen können.

So könnten zum Beispiel die Regionalen Planungsgruppen einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es darum geht, Neuzugezogene in den Stadtteil aufzunehmen.

 

Um die vielen Maßnahmen zu koordinieren, ist auch Personal notwendig. Deshalb hat sich die CDU-Fraktion für eine zusätzliche Personalstelle eingesetzt, was auch in der Klausur des Gemeinderates beschlossen wurde.

 

In dem Antrag vom 7.2.2012 konkretisieren die Stadträtinnen Dr. Karin Graf und Barbara Münch im Namen der CDU-Fraktion noch einige Punkte, die sich auf die Arbeitsplanung des Fachbereichs Bildung und Soziales beziehen.

So wird unter anderem beantragt, die Weiterentwicklung und Aktualisierung des Willkommenspakets zügig umzusetzen, im Rahmen der Maßnahmen im Bildungsbereich die Information von Eltern mit internationalen Wurzeln über das deutsche Schulsystem möglichst bald anzugehen und im Hinblick auf die Weiterentwicklung des städtischen Fortbildungsprogramms „Interkulturelle Kompetenz“ auch externen Sachverstand hinzuzuziehen.

 

Ulm hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer höchst zukunftsfähigen Stadt entwickelt. Neben den Gebäuden und der Infrastruktur gehört für die CDU Fraktion auch dazu, dass alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ulm diese als ihre Heimat ansehen und sich hier wohl fühlen. So wird das Ziel „Ulm - Internationale Stadt“ erreicht werden.

 

Barbara Münch

 


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