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09.05.2011, 11:01 Uhr
Suchtprävention stärken
Maßnahmen und Projekte in Ulm

Die Suchtprävention zu stärken, so lautet das erklärte Ziel der CDU-Fraktion im Ulmer Gemeinderat. Obwohl es bereits zahlreiche Maßnahmen und Projekte im Rahmen der Suchtprävention in Ulm gibt, kann man immer wieder schon 12- und 13-Jährige mit der Zigarette in der Hand beobachten und auch das sogenannte „Binge Drinking“ (Komasaufen), was nicht selten zu Krankenhauseinlieferungen führt, ist schon in dieser Altersgruppe fest zu stellen.

Deshalb bleibt die Frage nach der Wirksamkeit der entsprechenden Aktivitäten bestehen. Die zeitlichen Ressourcen der in der Prävention Tätigen sind sehr begrenzt und umso wichtiger ist es, Interventionen gezielt und passgenau einzusetzen.

Aus diesem Grund hatten die Stadträte Dr. Thomas Kienle und Barbara Münch in einem Brief an den Oberbürgermeister vorgeschlagen, Experten vor Ort zu nutzen und Prof. Dr. Jörg M. Fegert, den Ärztlichen Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm, und das von ihm geleitete Institut zu beauftragen die aktuellen Aktivitäten zur Suchtprävention in Ulm einer wissenschaftlichen Einschätzung mit anschließender professioneller Beratung zu unterziehen.

Neben einer Bestandsaufnahme wäre es aus Sicht der CDU-Stadträte sinnvoll, eine Befragung der Beteiligten - also von Schülern, Lehrern und von Mitarbeitern der in der Suchtprävention tätigen Einrichtungen - durchzuführen, um mehr über die tatsächliche Wirkung der bisherigen Maßnahmen zu erfahren und vor allem Schwachstellen zu erkennen. Neuste Erkenntnisse weisen daraufhin, dass es wichtig ist, den Fokus der Präventionsbemühungen auf die Zielgruppe, deren Entwicklungsstand und Lebensrealitäten exakt abzustimmen, um tatsächlich die gewünschten Effekt erzielen zu können.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Beratung sollten in ein überzeugend praktikables kommunales Suchtkonzept münden, das alle Einrichtungen einbezieht und weitest möglich sicherstellt, dass alle Kinder und Jugendlichen durch Präventionsmaßnahmen erreicht werden.

Das Konzept sollte auch den Umgang mit Alkohol für Jugendliche bei Großveranstaltungen regeln und die Einleitung von Beratungsmaßnahmen in akuten Fällen von Drogenmissbrauch – wie beispielsweise im Falle der Einlieferung von Kindern oder Jugendlichen wegen übermäßigen Alkoholkonsums ins Krankenhaus – behandeln. Ein weiteres Thema, das wachsende Bedeutung hat, ist aus Sicht der CDU-Stadträte die Information über den Umgang mit Essstörungen.

Der Oberbürgermeister schildert in seiner Antwort (Link zur Antwort) die Arbeit der städtischen Stellen, weist aber darauf hin, dass weitere Maßnahmen zusätzliche finanzielle Mittel benötigen, die derzeit nicht im Budget vorgesehen sind. Außerdem würde die Verwaltung eine Verstärkung der Koordinierungsstelle zur Suchtprävention einer wissenschaftlichen Beratung vorziehen.

Wir als CDU-Fraktion werden auf jeden Fall dieses wichtige Thema weiter verfolgen, denn Präventionsmaßnahmen im jungen Alter können spätere für den Einzelnen oft tragische Lebensverläufe verhindern, die dazu noch sehr viel Geld kosten.

 

Barbara Münch, CDU Stadträtin

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